Maier, Lilly
Lilly Maier (Jahrgang 1992) studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Geschichte und als Fulbright-Stipendiatin an der New York University Journalismus.
2018 erschien ihr Buch "Arthur und Lilly. Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende", die Biografie eines Holocaust-Überlebenden, der als Kind in den 1930er-Jahren in derselben Wohnung gelebt hat, wie Maier als Teenagerin in den 1990ern. 2021 folgte ihr Buch "Auf Wiedersehen, Kinder!", die Biografie von Ernst Papanek, einem jüdischen Sozialdemokraten, der während des Holocausts Arthur und hunderte andere jüdische Kinder rettete.
Seit 2012 arbeitet Maier als Referentin in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Ihre Forschung stellt sie regelmäßig in Vorträgen vor. Seit zehn Jahren arbeitet sie als freiberufliche Journalistin für eine Reihe von Medien in Deutschland, Österreich und Amerika, unter anderem für FOCUS Online, Kurier, The Forward, The Columbus Dispatch, Die StadtSpionin und PolitiFact.com.
Derzeit promoviert Lilly Maier am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur in München über Frauen als Retterinnen von Juden während der Shoah. Die Arbeit wird von Prof. Michael Brenner und Mirjam Zadoff (NS-Dokuzentrum) betreut.
Weiter Infos zu Lilly Maier finden Sie hier: https://lillymaier.wordpress.com/about/
Kulturgeschichte mit Lilly Maier Jüdisches Leben - Shabbat Shalom 01.10. / 08.10. / 15.10. Musik mit Svetlana Savintsev Die schönsten Ballette der Musikgeschichte 19.11. / 26.11. / 03.12. / 10.12. / 17.12. Astrophysik mit Dr. Christine Botzler Die großen Fragen der Menschheit, Teil I: Woher kommen wir, was sind wir? 07.01. / 14.01. / 21.01. / 28.01. / 04.02. Themenwahl: 29.10.2025
Die Geschichte der Kindertransporte gilt als eines der wenigen positiven Kapitel in der Holocaust-Forschung: über 15.000 unbegleitete jüdische Kinder und Jugendliche konnten 1938/39 nach Großbritannien oder Frankreich gerettet werden, weil ihre Eltern bereit waren, sich von ihnen zu trennen. Die Kinder, zwischen zwei und 16 Jahren alt, wurden bei Privatfamilien oder in Internaten untergebracht, viele von ihnen emigrierten nach dem Krieg in die USA. Die Rettung durch einen Kindertransport blieb dabei nicht ohne traumatische Folgen – die zwangsweise Trennung von den Eltern und die Entwurzelung aus dem gewohnten Leben hinterließen (emotionale) Spuren in der Biographie. Trotz allem gelang es aber den „Kindern“ als Gruppe, diese Traumata zu überwinden und in der Regel überaus erfolgreiche Leben zu führen. Der Vortrag basiert auf zahlreichen Zeitzeugen-Interviews, die Lilly Maier mit amerikanischen Holocaust-Überlebenden geführt hat. Für diese Forschung wurde sie von der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem „Forscherpreis 2014 für exzellente Studierende“ ausgezeichnet. Ohne Anmeldung, nur Abendkasse. Lilly Maier (Jahrgang 1992) studierte an der LMU München Geschichte und als Fulbright-Stipendiatin an der New York University Journalismus. Derzeit promoviert sie in Jüdischer Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität mit einer Arbeit über Frauen, die Juden während des Holocausts das Leben gerettet haben. Seit 2012 arbeitet sie als Referentin in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Im Herbst 2018 erschien ihr Erstlingswerk „Arthur und Lilly: Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende“, die Biografie von Arthur Kern, der auf einem Kindertransport nach Frankreich und später nach Amerika gerettet wurde. Lilly Maier hält regelmäßig Vorträge über die Kindertransporte oder das Judentum in Volkshochschulen und Museen.